Di., 29th Juni 2021

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Yanis Varoufakis 
Wirtschaftswissenschaftler, Autor & Mitglied des Griechischen Parlaments

Yanis Varoufakis ist Mitglied des griechischen Parlaments und parlamentarischer Geschäftsführer von MeRA25. MeRA25 zog unter seiner Führung bei den Parlamentswahlen 2019 mit neun Abgeordneten ins Parlament ein. Die 2018 gegründete Partei MeRA25 ging aus der transnationale paneuropäische Bewegung DiEM25 (“Demokratie in Europa”) hervor, die wiederum im Februar 2016 entstand und deren Mitbegründer Yanis Varoufakis ist.
Yanis Varoufakis studierte Mathematik und Wirtschaftswissenschaften an den Universitäten in Essex und Birmingham und lehrte anschließend drei Jahrzehnte lang als Ökonom an Universitäten in Großbritannien, Australien, den USA und Griechenland. Nach wie vor hält er einen Lehrstuhl für politische Ökonomie und Wirtschaftstheorie an der Universität von Athen inne, ist Ehrenprofessor in Staatswirtschaftslehre an der Universität von Sydney, Ehrenprofessor für Rechts-, Wirtschafts- und Finanzwissenschaften an der Universität Turin. Außerdem ist er Gastprofessor für Staatswirtschaftslehre am Londoner King’s College und Ehrendoktor der Universität von Sussex.
Er ist Autor zahlreicher Bestsellern, dartuner “Ein anderes Jetzt: Nachrichten aus einer alternativen Gegenwart (2021), Die ganze Geschichte: Meine Auseinandersetzung mit Europas Establishment (2017) und Talking to My Daughter About the Economy: Eine kurze Geschichte des Kapitalismus (2017).
Nach eigenen Worten wurde er "durch Europas unsinnigen Umgang mit einer unvermeidlichen Krise auf die öffentliche Bühne gestoßen". Nachdem er 2015 mit großer Mehrheit ins griechische Parlament gewählt wurde, führte als griechischer Finanzminister den Widerstand gegen die Sparpolitik und die Strategie der Bankenrettung der Europäischen Union und des Weltwährungsfonds an. Sechs Monate später trat er von diesem Posten zurück, da er sich weigerte, einen Kreditvertrag zu unterzeichnen, der nach seiner Einschätzung den Schulden-Deflations-Zyklus Griechenlands verewigte.
 

Dr. Kira Vinke

Projektleiterin des internationalen East Africa Peru India Climate Capacity Projekts (EPICC), Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK)

Dr. Kira Vinke arbeitet am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung als Projektleiterin von EPICC (East Africa Peru India Climate Capacities), einem interdisziplinären Projekt der Koproduktion von Wissen über regionale Klimafolgen und deren Wechselwirkungen mit landwirtschaftlichen Lebensgrundlagen, menschlicher Migration und Sicherheit. Dr. Vinke ist Ko-Vorsitzende des Beirats der Bundesregierung für zivile Krisenprävention und Friedensförderung.

Zuvor war sie als Analystin für den Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) am PIK tätig. Als Beraterin arbeitete sie für die GIZ zum Nexus zwischen Klimawandel und Migration in Städte im Süden Bangladeschs und zu Klimamigrationspolitik in der Karibik und im Pazifik. 2016 und 2017 war Frau Vinke als externe Beraterin für die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) tätig und entwickelte den Flagship Report "A Region at Risk - The Human Dimensions of Climate Change in Asia and the Pacific."
Frau Vinke promovierte an der Humboldt-Universität zu Berlin zum Thema Klimawandel und Migration. Ihr Studium wurde von der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert und sie absolvierte einen Teil ihrer Feldforschung auf einer Reise mit der Okeanos Foundation zu entlegenen Inseln in der Republik der Marshallinseln. Für ihre hervorragende Dissertation erhielt sie den "Potsdamer Nachwuchswissenschaftler-Preis". 

Dr. Karamba Diaby
SPD-Bundestagsabgeordneter für Halle (Saale), Kabelsketal, Landsberg und Petersberg - Integrationsbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion

Dr. Karamba Diaby, geb. 1961 in Marsassoum, Senegal, wurde 2013 als erster in Afrika geborener Schwarzer Mensch in den Deutschen Bundestag gewählt. Von 2009 bis 2015 war er zudem Stadtrat in Halle an der Saale und arbeitete von 2011 bis 2013 als Referent im Ministerium für Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt. Mit Mitte 20 kam er dank eines Stipendiums in die DDR, studierte Chemie an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg und promovierte dort in Geoökologie. Anschließend arbeitete er in verschiedenen gemeinnützigen Organisationen im Bereich Bildung, Jugendpolitik, Vielfalt und Menschenrechte. Im Bundestag war Diaby in der 18. Legislatur stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe sowie Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung. Der 59-jährige Politiker zog 2017 wieder in den Deutschen Bundestag ein und ist dort Mitglied im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, im Unterausschuss Bürgerschaftliches Engagement und weiterhin Mitglied im Kuratorium der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Seit März 2018 ist er zudem Mitglied im Fraktionsvorstand der SPD-Bundestagsfraktion. Im September desselben Jahres wurde er auch zum neuen Integrationsbeauftragten seiner Fraktion gewählt. Diaby ist verheiratet und lebt mit seiner Frau sowie zwei Kindern in Halle (Saale).

Anna von Gruenewaldt
Sprechwissenschaftlerin, Moderatorin und Organisatorin der "Langen Woche der Nachhaltigkeit".

Anna von Gruenewaldt gestaltet und moderiert Räume für Begegnung, Miteinander und Ermutigung. Sie arbeitet zu verschiedenen Formen guten Zusammenlebens und organisiert in Halle die „Langen Wochen der Nachhaltigkeit“, die in diesem Jahr vom 4. September bis zum 8. Oktober 2021 in Halle an der Saale stattfindet.

Prof. Dr. Marie-Claire Foblets
Direktorin, Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung

Marie-Claire Foblets ist Direktorin am Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung in Halle/Saale, dessen Geschäftsführung sie von Juli 2015 bis Januar 2021 innehatte. Sie leitet dort die Abteilung "Recht & Ethnologie", die sie im Jahr 2012 gegründet hat. Sie ist zudem Professorin für Rechtswissenschaften an der Universität von Leuven (KUL) und Honorarprofessorin an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und der Universität Leipzig.
Sie hat über zwanzig Jahre sowohl Rechtswissenschaften als auch Sozial-und Kulturanthropologie an den Universitäten von Antwerpen und Brüssel gelehrt. Bevor sie im März 2012 Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft wurde, war sie Professorin (Vollzeit) an der Katholischen Universität in Leuven, wo sie das Institut für Migrationsrecht und Rechtsanthropologie geleitet hat. Sie ist Mitglied in zahlreichen wissenschaftlichen Netzwerken, mit Schwerpunkten auf der Erforschung der Anwendung von islamischem Recht in Europa und auf Recht und Migration in Europa, einschließlich der Association française d'anthropologie du droit (AFAD), deren Co-Präsidentin sie mehrere Jahre war.
2001 wurde Professor Foblets zum Mitglied der Königlich Flämischen Akademie der Wissenschaften und Künste in Belgien (KVAB) gewählt. 2004 hat sie den Francqui-Preis erhalten, die bedeutendste wissenschaftliche Auszeichnung in den Geisteswissenschaften in Belgien. 2016 wurde ihr die Ehrendoktorwürde der Universität St. Louis in Brüssel, Belgien, und 2019 die Ehrendoktorwürde der Juristischen Fakultät der Universität Uppsala, Schweden, verliehen. Seit Februar 2015 ist sie Ordentliches Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften (Philologisch-Historische Klasse).