Di, 2nd Jun 2020

Vorträge zur “Heimat Erde” – Silbersalz spricht…

SILBERSALZ steht in diesem Jahr unter dem Motto “Heimat Erde”. Im Rahmen eines facettenreichen Vortragsprogrammes sprechen am 19. Juni 2020 renommierte Expert*innen aus Wissenschaft, Forschung und Ökonomie über den Zustand des Planetens und unserer gemeinsamen Zukunft. Sie geben Denkanstöße zu Möglichkeiten der Transformation mit Blick auf die Biodiversität, den Klimawandel und natürlich dem Umgang mit Pandemien, wie COVID-19, und ihren Entstehungsursachen – und treten in eine Diskussion mit unseren Besucher*innen vor Ort und Zuschauer*innen online, denn alle Gespräche werden per Livestream übertragen. Der Livestream in Kooperation mit dem MDR ist kostenfrei und auf den SILBERSALZ Social Media Kanälen zu sehen – auf Facebook | Instagram | Twitter

 

Wir freuen uns auf folgende Vorträge:

Unser Planet im Wandel

Prof. Dr. Antje Boetius eröffnet die SILBERSALZ-Vortragsreihe und führt in das diesjährige Festival-Motto “Heimat Erde” ein. In ihrem Vortrag betrachtet sie jene Transformationen unseres Planeten, die durch den Menschen maßgeblich hervorgerufen wurden und sich nun im Klimawandel und einer bedrohten Biodiversität zu Land oder zu Wasser zeigen. 

Sprecherin:

Prof. Dr. Antje Boetius, Direktorin Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar und Meeresforschung (AWI), SILBERSALZ Head of Science

 

Heimat Erde. Biodiversität und ihr Schutz.

Eine Pandemie fällt nicht vom Himmel. Aber was hat die folgenschwere Entwicklung von COVID-19 ermöglicht? Internationale Forscher*innen wiesen auf den Zusammenhang von Epidemien und der globalen Zerstörung von Ökosystemen, dem Artensterben und schrumpfender Biodiversität hin. Eine ungebremste Abholzung, die unkontrollierte Ausdehnung der Landwirtschaft und intensive Landnutzung, der Bergbau, die Infrastrukturentwicklung sowie die Ausbeutung wildlebender Arten schufen die Bedingungen dafür, dass ein Krankheitserreger aus der Tierwelt auf den Menschen übergreifen konnte.

Sprecher:

Prof. Dr. Josef Settele, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ), Mitglied des Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv), IPBES-Autor

Fritz Habekuß, Zeit-Redakteur, Autor von “Über Leben. Zukunftsfrage Artensterben: Wie wir die Ökokrise überwinden” (gemeinsam mit Dirk Steffens)

 

Gesundheit im Wandel – Dialog um Covid-19.

Nicht erst die Ausbreitung des Corona-Virus’ macht uns deutlich, dass rasante Pandemien kein historisches Artefakt, sondern auch in unserem modernen Zeitalter möglich sind. In diesem Gespräch bringen wir das Heute und Gestern zusammen und ordnen die aktuellen epidemischen Geschehnisse und Eindämmungsstrategien ein.

Sprecher: 

Prof. Dr. Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts

Prof. Dr. Dr. Alfons Labisch, Medizinhistoriker, Rector emeritus der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Ehrenprofessor der Beijing Foreign Studies University

Kai Kupferschmidt, Wissenschaftsjournalist, Riff-Reporter, Korrespondent für das Fachmagazin "Science"  

 

Strategien in die Zukunft  – Transformationen angesichts des Klimawandel

Reduzierter Schadstoffausstoß, saubere Gewässer – “Nature is healing”… Aber kann die aktuelle Corona-Krise positive Auswirkungen für unseren Planeten mit sich bringen? Kritiker*innen warnen vor zu großer Zuversicht, denn ein kurzfristiges Absinken der Schadstoffwerte muss kein langfristiger Gewinn für den Klimaschutz sein. Es braucht Strategien für nachhaltige Transformationen, überwundene Denkbarrieren und Denkanstöße. Denn, wie die Wissenschaft bestätigt: Wir müssen grundsätzlich Umdenken. 

Sprecher*innen:
Prof. Dr. Maja Göpel, Generalsekretärin des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung (WBGU)

Prof. Dr. Gerald H. Haug, Präsident der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften

Prof. Dr. Antje Boetius, Direktorin Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar und Meeresforschung (AWI), SILBERSALZ Head of Science

 

Die Gesundheit unserer Gäste, Besucher*innen und Mitarbeiter*innen steht für uns an erster Stelle. Die Organisation und Umsetzung des Festivalprogramms richten sich nach den zulässigen Hygiene- und Abstandsmaßnahmen zur Einschränkung des Corona-Virus’.